Der Ausklang der ZSO Oberfreiamt

21.11.2019

Die Zivilschutz Organisation Oberfreiamt verabschiedet sich und begrüsst ab Januar 2020 - neu aufgestellt - als ZSO Freiamt. Um den Zivilschutz noch effizienter zu machen, wurde vor einigen Jahren beschlossen, dass Zivilschutz und Feuerwehr-Einsatzgebiete idealerweise übereinstimmen, sodass der Bevölkerungsschutz noch effektiver Organisieren kann.

Aus diesem speziellen Anlass heraus wurde von einigen Kader-Angehörigen ein zweitägiges Event zum Abschied geplant. Denn auch unser langjähriger Begleiter und Freund, Zivilschutz-Kommandant Romuald Brem, wird seine Tätigkeit mit der Fusion an Michael Stocker (Kdt. ZSO Muri Boswil, ab 1.1.2020 ZSO Freiamt) übergeben.

Der aussergewöhnliche WK fand am Freitag 15. bis Samstag 16. November statt. Der Grossteil der Einrückenden wusste nicht was sie erwartet. Im Aufgebot stand nur, dass man sich für eine Übernachtung und sogar Schnee organisieren soll. Eingerückt und Neugierig gab es häppchenweise die ersten Infos. Selbst Grossrätin Vreni Friker (Kt. Aargau) konnte sich diesen Event nicht entgehen lassen und hat sich in der Gruppe Maltesers neue starke Freunde gemacht.

Postenlauf der besonderen Art

Der Auftrag. Ein organisierter Postenlauf über mehrere Zivilschutzorganisationen in 6 Gruppen mit diversen Aufgaben. Es darf also das Kader selber anpacken und zeigen was es kann. Plus jedes Team muss bis zu einer spezifischen Zeit einen Bericht mit Fotos übermitteln. Um die Sache interessanter zu gestalten wurden die Teams zufällig ausgelost und mit einem Reiseplan losgeschickt. Was auf sie zukommt, war unbekannt. 

Posten ZSO Wohlen Region - Es wird nass!
Das muss Handwerk eines jeden im Zivilschutz. Das Bedienen von Wasserpumpen. In diesem Falle mussten mit drei Pumpen einen Wasserkreislauf hergestellt werden unter der Berücksichtigung möglichst wenig Wasser zu verlieren.

Posten ZSO Wettingen - Karte her!
Kdt. Roland Rickenbacher jagte sämtliches Kader mit Koordinaten, Signaturen und Zeitdruck übers aargauische Kartenmaterial auf der Suche nach Kirchen und anderen Herausforderungen.

Posten ZSO Unt. Furttal - Muskeln zeigen!
Tonnenschwere Mulden verschieben? Für die ZSO kein Problem, aber auch fürs Kader? Hier ist ganz klar Grips gefordert und den korrekten Einsatz von Stahlseilen, Habegger und Umlenkrollen.

Posten ZSO Albis - Luftiges Labyrinth!
Mit viel Fingerspitzengefühl mussten vier Luftkissen bedient werden um die Kugel ins Ziel zu manövrieren. Eine sehr gelungene und kreative Aufgabe um die Fertigkeiten bei der Bergung zu fördern. Vom Spassfaktor ganz abgesehen.

Posten ZSO Oberfreiamt - Orientierungslos im Wald?
Kdt. Stv. Marco Steinmann wollte es wissen. "Kriegen es meine Jungs hin sich im Wald zu orientieren und Denksportaufgaben zu lösen? Und das ohne Smartphones?". Mathematik, Historisches und eine priese frische Luft. Ein herrlicher Posten.

Posten Waldhütte Rottenschwil - Wo ist der Feldkoch?
Nichts da. Die Uhr läuft, 30 Minuten. Der Hunger sorgt für Tempo, es soll Holz gehackt, Feuer gemacht, Schlangenbrot aufgewickelt, Suppe gekocht, alles gegessen und wieder aufgeräumt werden. Erstaunlich wie schnell das geht, wenn man doch den ganzen Tag noch nichts anderes zu Essen bekam.

Gebührenden Dank an die Zivilschutzorganisationen Wohlen Region, Wettingen, Unt. Furttal und Albis, so wie den Inhabern der Waldhütte Rottenschwil, welche uns tatkräftig unterstützt haben.

Die sechs Gruppen hatten allerhand zu tun und sicherlich viel Spass und Erfahrungen durch den Tag gesammelt. Aber immer noch nichts ahnend stand der letzte Treffpunkt fest. Die Talstation an der Rigi.

Ausklang und Abschied

Das Bähnli vollgestopft mit gespannten ZSO Angehörigen - was wohl das Abendprogramm sein wird? - geht's die Rigi hoch in Richtung "Freiämter Ferienhaus" im Klösterli. Durch den Schnee von der Kälte in die warme Stube. Es wurde gelacht, gefeiert, musiziert und auch vorzüglich gegessen. Die Postenberichte, wie auch lustigen Fotos der anderen Gruppen flimmern über den Projektor bis auch "de Samichlaus und sin Schmutzli" vergangenes aufleben lassen. So wurde unser Kommandant Romuald Brem, wir werden ihn vermissen, gebührend Verabschiedet. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war eine tolle und produktive Zeit mit vielen Erfolgen und Erkenntnissen.

Danke Romuald!

Posten-Berichte der Gruppen

Die Beiträge beinhalten bewusst auch Fotos "Wie man es im Zivilschutz nicht macht" als lustiges Goodie.

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